Schirmherrin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner
Dombaumeisterin zu Köln a.D.
Vizepräsidentin der Stiftung Nordrhein-Westfalen

Feierliche Preisverleihung im Beisein der Schirmherrin am 26. September 2026

Mit der feierlichen Preisverleihung endete die Ausstellung von insgesamt 38 Arbeiten, die im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach seit Juni im Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“ zu sehen waren. Neun Glasfachschulen aus dem In- und Ausland beteiligten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin zu Köln a. D. und Vizepräsidentin der Stiftung Nordrhein-Westfalen, steht. Im Beisein von zahlreichen Wegbegleitern und Fördernden, Ratsmitgliedern und hochkarätigem Publikum freute sich auch Daniela Hoffmann, das künstlerische Schaffen der „internationalen Glasjugend“ zu würdigen und den Stellenwert des Wettbewerbs hervorzuheben. „Als Glasstadt mit einer hochangesehenen Glasfachschule und einem Glasmuseum mit einer hochkarätigen Sammlung lassen wir uns mit dem Nachwuchsförderpreis gerne in die Pflicht nehmen, um den jungen Glasenthusiasten aus Europa ein Forum des Austausches zu bieten, Gelegenheiten für Begegnungen und einen Rahmen für tragfähige Netzwerke zu schaffen“, so die Erste Beigeordnete.
Eine hochkarätig besetzte Jury hatte die drei besten Exponate mit 1.000 Euro, 750 Euro und 500 Euro prämiert. Darüber hinaus wurden der mit 500 Euro dotierte Publikumspreis „Franz-Josef Feuser“ sowie der ebenfalls mit 500 Euro dotierte Preis der Continuum Gallery vergeben. Die prämierten Werke stachen vor allem durch kreativen Einsatz von Glasdekorationstechniken und hoher handwerklicher Qualität in der Glasbläserei in Kombination mit geistreicher Bildsprache, Präzision und Verbindungen von tiefgründiger Reflexion und Humor.
Mit dem Internationalen Glaskunstpreis knüpft die Stadt Rheinbach an die nordböhmischen Wurzeln des Glaszentrums Rheinbach an und fördert zugleich die kulturelle Zusammenarbeit in Europa. Der Wettbewerb gibt jungen Gestalterinnen und Gestaltern die Möglichkeit, die traditionsreiche Glasherstellung zeitgemäß zu interpretieren und die Vielfalt des Werkstoffs Glas in der zeitgenössischen Kunst sichtbar zu machen.

Preisträger: Thomas Paynel, Caroline Moal, Jaden Matúšků, Kateřina Červeňová, Cecílie Dřevikovská und Paula Ernst

Ausgezeichnet:

  1. Preis (Stadt Rheinbach)
    Thomas Paynel

    Le dernier marteau à bomber le verre
    Der letzte Hammer zum Biegen des Glases
    CERFAV -Centre européen de recherche et de formation au arts verriers – F
  2. Preis (Fassbender Stiftung)
    Jaden Matúšků

    The prophecy of Meow Meow
    Die Prophezeiung des Miau Miau
    Höhere Berufsfachschule für Glaswesen und Fachoberschule Nový Bor – CZ
  3. Preis (gestiftet von RA Bernhard Schmitz in memoriam Hans Schmitz)
    Caroline Moal

    Crépobée
    Drei Insekten in Lampenarbeit unter Glasglocken
    CERFAV -Centre européen de recherche et de formation au arts verriers – F

Belobigungen:

  1. Kateřina Červeňová
    Ohne Titel (Zwei Vasen)
    Witout title (Two vases)
    Glaskunstfachschule Kamenický Šenov (CZ)
  2. Lisa Rodrigues
    Déclinaison
    Deklination/Declination
    CERFAV -Centre européen de recherche et de formation au arts verriers – F
  3. Seunghee Choi
    Mots/Maux (= franz. Wortspiel Wörter / Beschwernisse)
    Pâte-de-Verre, Wachsausschmelzverfahren
    CERFAV -Centre européen de recherche et de formation au arts verriers – F


Publikumspreis (Helga Feuser-Strasdas und Joachim Strasdas in memoriam Franz Josef Feuser):
Paula Ernst
Apfel
Glasfachschule NRW Rheinbach


Preis der Continuum Gallery (Magdalena und Wiktor Borowski)
Cecílie Dřevikovská
Kranich
Academy of Arts and Crafts Světlá nad Sázavou – CZ

Stellungnahme von Wiktor Borowski zur Verleihung des Preises der Continuum Gallery

Meine Frau und ich haben Cecílie Dřevikovská (Academy of Arts and Crafts Světlá nad Sázavou – CZ)den Preis zugesprochen, weil uns die Skulptur „Kranich“ durch die technische Perfektion der Ausführung, aber vor allem durch ihre Schönheit überzeugt hat. Gerade in unseren vorn vielerlei Konflikten geprägten Zeiten darf ein Kunstwerk einfach nur heiter und ästhetisch ansprechend sein und auf diese Weise einen Gegenpol zu allem, was bedrückt und belastet, darstellen. Mit seiner Transparenz und sparsam eingesetzter Farbigkeit steht der Kranich für Leichtigkeit und unbeschwerte Lebensfreude.

Stellungnahme von John Kenneth Clark zur Arbeit der Jury

Ich beglückwünsche alle Teilnehmer an diesem Wettbewerb für ihren Mut, an die Öffentlichkeit zu gehen und sich dem internationalen Vergleich zu stellen, denn es gehört tatsächlich Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Selbstbewusstsein dazu, die eigene Komfortzone zu verlassen! Jede Jury bemüht sich, objektiv zu urteilen, aber zur Wahrheit gehört auch, dass eine anders zusammengesetzte Jury zu anderen Ergebnissen gekommen wäre, dass sogar die gleiche Jury bei anderer Tagesform vielleicht anders entschieden hätte. Deshalb wende ich mich explizit an alle, die heute weder Preise noch Belobigungen erhalten haben: Lassen Sie sich bitte nicht entmutigen, gehen Sie Ihren Weg konsequent weiter! Ich selber musste im Lauf meiner Karriere Rückschläge einstecken, als ich zum Beispiel bei einem Wettbewerb, bei dem um große Kathedralfenster ging, nicht unter die ersten hundert gekommen bin, trotz –  wie ich fand – innovativer Ansätze. Deshalb erneuere ich meinen dringenden Appell, die von Ihnen getroffene Entscheidung für das Glas weiter zu verfolgen – er wird sich langfristig sicher lohnen!


Im Jahr 2002 hat die Stadt Rheinbach erstmalig einen Internationalen Glaskunstpreis ausgelobt, seit 2003 findet der Wettbewerb im Zwei-Jahres-Rhythmus statt. Mit dieser Veranstaltung sollte – aufbauend auf den nordböhmischen Wurzeln des Glaszentrums Rheinbach – auch die kulturelle Zusammenarbeit der Partner in Europa dokumentiert und weiter gefördert werden. Darüber hinaus wollte der federführend vom Glasmuseum durchgeführte Wettbewerb anregen, die große, europäisch relevante Tradition der Glasherstellung durch die heutigen Glasfachschulen zeitgemäß zu interpretieren. In Vielfalt und Ideenreichtum der eingereichten Arbeiten zeigen sich immer wieder die nach wie vor bestehende Relevanz des Werkstoffs Glas für die zeitgenössische Kunst.


Neun Glasfachschulen aus dem In- und Ausland haben ihre Teilnahme am 13. Internationalen Glaskunstpreis der Stadt Rheinbach unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (Dombaumeisterin zu Köln a.D., Vizepräsidentin der Stiftung Nordrhein-Westfalen) zugesagt. Insgesamt 38 Wettbewerbsarbeiten werden vom 28. Juni bis 26. September 2026 im Glaspavillon Hans-Schmitz-Haus ausgestellt. Eine hochkarätige Jury prämiert die drei besten Arbeiten mit 1.000 €, 750 € und 500 €. Der Publikumspreis „Franz Josef Feuser“ und der Preis der Galerie Continuum sind mit jeweils 500 € dotiert.


Zu folgenden Terminen im Zusammenhang mit dem diesjährigen Glaskunstpreis laden wir ein:

Ausstellungseröffnung:

Sonntag, den 28.06.2026, um 17:00 Uhr im Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“, an der Glasfachschule 4, 53359 Rheinbach.

Begrüßung
Dr. Daniel Phiesel
Bürgermeister der Stadt Rheinbach

Einführung
Lina Dolfen
Leiterin des Glasmuseums Rheinbach
Dr. Ruth Fabritius
Museumsleiterin a.D.

Vorstellung der Jurymitglieder:

Montag, den 29.06.2026, um 19:30 Uhr im Ratssaal des Glasmuseums Rheinbach, Himmeroder Wall 6, 53359 Rheinbach.

Dr. Kalina Bańka-Kulka, Eugeniusz Geppert Akademie für Kunst und Design, Fakultät für Glas und Keramik, Wroclaw/Breslau, PL
John Kenneth Clark, Glaskünstler, GB/D
Wilfried Grootens, Glaskünstler, D
Dr. Katrin Holthaus, LWL-Industriemuseum, Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur, Glashütte Gernheim, D
Ing. Milada Valečková, Direktorin des Museums für Glas und Schmuck in Jablonec nad Nisou/Gablonz a.d.N., CZ

Feierliche Preisverleihung im Beisein der Schirmherrin:

Samstag, den 26.09.2026, um 18:00 Uhr im Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“, an der Glasfachschule 4, 53359 Rheinbach.

Schirmherrin: Prof. Dr. Barbara Schock-Werne

Dombaumeisterin zu Köln a.D.

Vizepräsidentin der Stiftung Nordrhein-Westfalen

Zum 13. Internationalen Glaskunstpreis der Stadt Rheinbach haben folgende Glasfachschulen Wettbewerbsbeiträge angemeldet:

  • Akademie – Höhere Berufsfachschule, Gymnasium und Fachmittelschule für Angewandte Kunst Světlá nad Sázavou – CZ
  • CERFAV, Centre Européen de Recherches et de Formation aux Arts Verriers – F
  • Glasfachschule NRW, Rheinbach – D
  • Glasfachschule Zwiesel, Staatliches Berufszentrum für Glas – D
  • Höhere Berufsschule für Glas und Mittelschule Nový Bor – CZ
  • Ikaalinen College of Crafts and Design IKATA, Nuutajärvi – FIN
  • Lycée Lucas de Nehou, Paris – F
  • Mittelschule für Glasherstellung Kamenický Šenov/Steinschönau – CZ
  • Staatliche Glasfachschule Hadamar (Staatliche Fachschule Weilburg-Hadamar) – D

Die Ausstellung der Wettbewerbsarbei­ten im Glaspavillon Hans-Schmitz-Haus beginnt am 28. Juni 2026 und dauert bis zum 26. September 2026. Die Preisverleihung findet am 26. September im Rahmen eines Festaktes statt.
Die gläserne Architektur des Rheinbacher Glaspavillons ermöglicht es, dass die Wettbewerbsarbeiten rund um die Uhr einsehbar sind und die Besucher ungehindert ihr Votum für den Publikumspreis „Franz-Josef Feuser“ abgeben können. Er ist nach dem ersten Leiter des 1968 gegründeten Glasmuseums benannt und wird von Helga Feuser-Strasdas und Joachim Strasdas gestiftet. Zusätzlich kann das Publikum auf glaskunstpreis-rheinbach.de bis zum 31.08.2026 abstimmen.

Die Jury prämiert die drei besten der eingereichten Arbeiten mit 1.000€, 750€ und 500€. Der Publikumspreis „Franz-Josef Feuser” und der Preis der Continuum sind jeweils mit 500€ dotiert.

Zur Finanzierung tragen Sponsoren bei: der Landschaftsverband Rheinland, die Städte- und Gemeinden-Stiftung der Kreissparkasse Köln, die Fassbender Stiftung (Fa. Fassbender Tenten), Bernhard Schmitz in memoriam Hans Schmitz und Helga Feuser-Strasdas und Joachim Strasdas in memoriam Franz-Josef Feuser.

Es erscheint ein Katalog zur Ausstellung.

Zur Eröffnung der Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge aus neun europäischen Glasfachschulen laden wir Sie, Ihre Familie und Freund*innen

am Sonntag, 28. Juni 2026, 17.00 Uhr

herzlich in den Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“, An der Glasfachschule 4, 53359 Rheinbach ein.


Mit freundlicher Unterstützung von

Bernhard Schmitz in memoriam Hans Schmitz
Helga Feuser-Strasdas und Joachim Strasdas in memoriam
Franz-Josef Feuser