Rheinbach. Das Publikum hatte bis zum 1. September 2019 Gelegenheit, seine Stimme für den Publikumspreis „Franz-Josef Feuser“ abzugeben. Die Wahlbeteiligung war in diesem Jahr so hoch wie noch nie: Über 1225 Personen (online: 1006 Stimmen, Karten: 219 Stimmen) wählten aus den 38 ausgestellten Arbeiten ihren Favoriten. Das Ergebnis fiel äußerst knapp aus: Auf die Arbeit „Eva“ von Pia-Christina Hoff, Schülerin der Glasfachschule Zwiesel (Klasse: Heinz Fischer), entfielen 174 Stimmen, nur 7 Stimmen mehr als auf die zweitplatzierte Arbeit „Weißt du, dass ich ohne dich unruhig bin“ von Mehdi Ali Mohamady, Schüler am Staatlichen Berufskolleg Glas, Keramik, Gestaltung des Landes NRW, Rheinbach (Klasse: Thomas Bendel, Heiko Hiby), die 167 Stimmen erhielt. Der drittplatzierte Beitrag bekam 138 Voten.

Die Fachjury war schon am 01. Juli 2019, ein Tag nach der feierlichen Ausstellungseröffnung mit 38 Schülerarbeiten aus acht europäischen Glasfachschulen, im Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“ zusammengetreten, um über die Vergabe der Preise 1-3 und verschiedene Belobigungen zu beraten. Folgende Persönlichkeiten der internationalen Glaskunstszene konnten als Jurymitglieder gewonnen werden: Uwe Claassen, freischaffender Kurator, Glasexperte, wissenschaftlicher Mitarbeiter Barbara-Achilles-Stiftung (Hamburg), ehem. Leiter Glasmuseum Lauscha, D; John Kenneth Clark, freischaffender Glaskünstler (Glasmalerei, Ätztechniken), Glasgow / Bacharach, GB / D; Dr. Jan Mergl, Museum für Angewandte Kunst, Prag, CZ; Prof. Kazimierz Pawlak, Kunstakademie Breslau/Wroclaw, Organisator „Hot Glass Festival“ und  „European Glass Festival“, PL; Korbinian Stöckle, Glaskünstler (heiße Techniken), Glasmuseum Gernheim, D.

Die Jury hatte sich zu Beginn ihrer Arbeit darüber verständigt, dass sie sich bei ihren Entscheidungen von der künstlerischen Qualität leiten lässt – in Zusammenhang mit einer stimmigen technischen Umsetzung. Sie kam ihrer Aufgabe mit Freude und Engagement nach und bescheinigte den eingereichten Wettbewerbsarbeiten ein durchgehend hohes Niveau. Erstmalig stimmte die Entscheidung der Fachjury mit der Wahl des Publikums bei der 10. Ausgabe des Rheinbacher Glaskunstpreises überein.

Die feierliche Preisverleihung durch den Schirmherrn des Wettbewerbs, Dr. Norbert Röttgen MdB, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages findet am Samstag, dem 21. September 2019, 18.00 Uhr im Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“ statt.

Hier alle Preisträger noch einmal im Überblick:

            Publikumspreis Franz-Josef Feuser (500 €)

            Pia-Christina Hoff: Eva

            Am Ofen frei geformt, graviert, Graal-Technik

Glasfachschule Zwiesel (D), Klasse: Heinz Fischer

 

1.      Preis (1.000 €)

Mehdi Ali Mohamady

„Weißt du, dass ich ohne dich unruhig bin“

Echt-Antikglas mit Wasserstrahl zugeschnitten, UV-Verklebung auf Verbundglas mit matter Folie in Metallrahmen

Staatliches Berufskolleg Glas, Keramik, Gestaltung des Landes NRW, Rheinbach (D), Klasse: Thomas Bendel, Heiko Hiby

 

2.      Preis (750 €) gestiftet von der Firma OBI – Fassbender/Tenten

            Pia-Christina Hoff

           „Eva“

Am Ofen frei geformt, graviert, Graal-Technik

Glasfachschule Zwiesel (D), Klasse: Heinz Fischer

 

3.      Preis (500 €) gestiftet von RA Bernhard Schmitz in memoriam Hans Schmitz

Dmitriy Tsybenko

„Drachenhaut“

Am Ofen frei geformt, geschliffen und poliert

Glaskunstfachschule Kamenický Šenov (CZ), Klasse: Petr Stacho

 

Weiterhin vergab die Jury drei (nicht dotierte) Belobigungen:

Wiktoria Budniak

„Apnoea“

Formgeschmolzenes Glas, geschliffen, Zement

Kunstlyzeum Dabrowa Górnicza (PL), Klasse: Grażyna Bieniasz, Wioletta Kulesa

 

Karin Raith

„Träumen“

Pâte-de-verre und abgesenkte Glasplatte, Schliff, Gravur

Glasfachschule Zwiesel (D), Klasse: Josef Reitberger

 

Kamila Styra

„Heimr / Yggdrasil“ (Heimr / Weltenbaum)

Formgeschmolzenes Glas, geschliffen, verklebt, Holz
Kunstlyzeum Dabrowa Górnicza (PL), Klasse: Grażyna Bieniasz, Wioletta Kulesa

 

Der 10. Internationale Glaskunstpreis der Stadt Rheinbach – Nachwuchsförderpreis – wird von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien maßgeblich gefördert.